Produktfotografie

ProduktfotografiebeispielMeist ist die Produktfotografie gar nicht so simpel, wie manche annehmen. Einfach und schnell müssen in der Regel dutzende oder sogar hunderte Produkte abgelichtet werden. Mal ganz ähnliche Produkte. Dann wieder komplett unterschiedlich in Form, Farbe und Größe.

Da ist es nicht immer möglich, mit ein und denselben Lichteinstellungen alle Produkte „abzuarbeiten“. Hinzu kommt, viele Produkte haben reflektierende Oberflächen, sind transparent oder ziehen wie verrückt Staub an. Auch Unebenheiten und andere Materialungenauigkeiten werden hier offensichtlicher als im Alltagsgebrauch. Wenn man sich im Makrobereich aufhält, dort wo Haare zu jungen Eichentrieben werden, wird selbst glänzender Autolack eines Jahreswagen bei genauer Betrachtung zur Kraterlandschaft. Und spätestens nach dem dritten Produkt hat es erste Spuren auf dem Bildhintergrund hinterlassen.

All diese Dinge müssen bei der Produktfotografie bewältigt werden. Unerwünschte Spiegelungen müssen durch sorgfältige Ausleuchtung in Schach gehalten werden. Wir befinden uns schließlich nicht im luftleeren Raum. Transparenzen sind besonders bei Freistellern ein besonderes Thema. Sind Bilder nur für Internetseiten gedacht, kommt einem die geringere Auflösung entgegen und die Brillianz eines Monitors als sog. „Durchsichtvorlage“. Es fallen sämtliche kleinen Kratzer und Stäubchen automatisch weg. Im Druckbereich hingegen geht es den Pickeln und Stoppeln, dem Staub und den Kratzern weitgehend an den Kragen und die kopierende Maustaste wandert im Stakkato über das Rohmaterial.

Ein konkretes Beispiel Produktfotografie

Es handelt sich um einen Pokal, der sowohl spiegelnde als auch transparente Anteile hat. Zudem befindet sich innerhalb des klarsichtigen Acryls eine Gravur, die selbstverständlich lesbar sein muss. Es muss schnell gehen, augengefällig sein ohne besonderen Aufwand zu verursachen.

Die Studioblitz-Beleuchtung
Das Frontlicht mit einer weichzeichnenden Softbox von schräg links muss den goldfarbigen Anteil zum Leuchten bringen ohne dabei eine auffällige oder unregelmäßige Reflektion auf dem transparenten Material zu hinterlassen. Ein durch einen Wabenfilter gerichteter Spot beleuchtet die Gravur seitlich von hinten mit fast doppelter Lichtstärke. Dessen Ausrichtung steuert zugleich die Kantenreflektion in den Bildvordergrund.

Der Hintergrund
Eine matt lackierte Hintergrund-Stahlmatte muss im Bereich hinter der Gravur deutlich abgedunkelt sein, um ausreichenden Kontrast zur weiß leuchtenden Schrift zu bieten. Die Biegung des Hintergrundmaterials verhindert eine durch das Bild laufende Kante.

Der Vordergrund
Eine Reflektion auf dem Boden vor dem Pokal über die transparenten Kanten bringt ein wenig Leben ins Bild und vermeided zu viel Gleichmäßigkeit.

♦ Informieren Sie sich hier weiter über Produktfotografie.

Zum Schutz vor Urheberrechtsmissbrauch werden Bilder hier in der Regel nur klein dargestellt. Zur Präsentation des Themas Produktfotografie sei nachstehend eine Ausnahme gemacht.

Produktfotografie Beispiel

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