Design/Werbedesign

Monitorwand WerbungDesign in unserer Medienlandschaft

In unserem Alltag ist Werbung allgegenwärtig und unausweichlich. Fernsehen, Radio, Hauswände, Internet. Sie klebt an Fahrzeugen. Man stellt sein Bierglas drauf ab. Selbst in Kopfhöhe über dem Pissoir und auf  Toilettenpapier wird geworben. Kein Lebensbereich ist geschützt. Von der aus den 80ern nostalgisch in Erinnerung verbliebenen Werbung für Eiskonfekt im Kinovorspann bis hin zum Potenzpillen-Werbewahnsinn, der das Email-Postfach verseucht. Verführungen sogar mittels wissenschaftlicher Manipulation.

Die Folgen für das Design

Durch Überflutung wird ein Großteil an Werbung heute eher nervig und penetrant empfunden. Die ablehnende und kurzatmige Aufmerksamkeit der Menschen sollte in Gestaltungsfragen und Strategien einfließen.

Transparent, übersichtlich, seriös. Logo, Corporate Identity, Produktgestaltung, Werbegestaltung. Alles ist letztlich Werbung für ein Unternehmen. Nicht umsonst sind durchstrukturierte Franchise-Unternehmen so beliebt. Sie haben einen hohen Wiedererkennungswert und der Kunde assoziiert einen vertrauten Qualitätsstandard. Man weiß was man kriegt.

Große Unternehmen verkaufen zusätzlich zum Produkt das passende Image und ganze Lebensgefühle, auch wenn dies nüchtern betrachtet manchmal absurd erscheint. Doch Begriffe wie die „Generation Golf“ belegen dies. Ein Kauf bestimmter Qualitäten ist daher auch subjektiv. Ich kann mich aus persönlicher Erfahrung an einen Hersteller erinnern, der  identische Produkte aus der gleichen Fertigung auch mit einem Billiglabel vertrieben hat.

Was zählt, ist die Idee. Pfiffige Ideen bringen Sympathie und unterhalten. Eine smarte Werbeidee bietet mehr Potenzial als die reine Produktpräsentation. Wenn eine Werbung neben guter Präsentation und Seriosität auch noch witzig und unterhaltsam ist, wird sie nicht als negative „Reklame“ empfunden. Fernsehsender widmen erfolgreich ganze Sendungen dem Zeigen unterhaltsamer Werbespots. Die passende Gestaltung für jede corporate identity, Werbe-, Produkt- oder Verkaufsstrategie.

Sehen Sie nachstehend eine zwanglose Auswahl an Beispielen. Im Untermenü zum Themenbereich Design finden Sie Informationen und konkrete Angebote zu Logo, Visitenkarten, Office-Papieren und Werbegestaltung.

Beispiele WerbedesignMit Wortwitz und Kniff gestalten

Die herausragenden Eigenschaften eines Produktes übertrieben darstellen und unterhaltsame Situationen erzeugen.

Manche koffeinhaltigen Kaltgetränke verleihen einem Flügel. Ein heißes Koffeingetränk ist so delikat, dass Frauen dieses Gebräu einem Hollywood-Frauenschwarm vorziehen. Nicht immer wirklich witzig. Aber es bietet Potenzial.

Selbstverständlich handelt es sich nebenstehend um eine Fotomontage für eine Fantasiefirma und es wurde für diese Collage kein Haustier unsachgemäß behandelt, verarbeitet oder sonstwie belästigt.

Provokative Werbung / Polarisierendes Design

Unternehmen wie z.B. Benetton wurden gelegentlich wegen ihrer provokativen Werbekampagnen kritisiert. In wirtschaftlicher Hinsicht ist es aber nicht unbedingt nachteilig, wenn auch gelegentlich moralisch bedenklich.

Mit einer mutigen Kampagne kann man Kunden gewinnen, während manche davon abgeschreckt werden. Selbst Verkaufsgiganten wie z.B. Apple haben neben begeisterten Anhängern auch entschiedene Gegner und polarisieren mit ihrer Filosofie. Eine forsche Kampagne kann erfolgreicher sein als eine Werbung, die niemanden abstößt aber ebenso niemanden überzeugt. Werbekampagnen wie „Geiz ist geil“ haben Einzug in den Sprachgebrauch bis in die Politik gehalten. Ich hatte seinerzeit im Kundenbeirat des Saturn den fehlenden Mut zu einer offensiveren Kampagne bemängelt. Auch wenn der Slogan kontrovers diskutiert wurde, war die Kampagne erfolgreich und leitete einen Wandel in der Werbung ein.

Die Gewalt von Wort und Bild

Das Zusammenspiel von Form und Text kann ganz unterschiedliche Wirkungen hervorrufen. Wo kann ich welche Art von Werbung platzieren? Wann kehren sich Werbeaussagen ins Gegenteil um?

Gabrielle Chanel hat z.B. einmal gesagt „…Luxus und Schlichtheit sind nicht voneinander zu trennen.“ Damit lässt sich in Zeitschriften Diamantenschmuck in schlichter Eleganz bewerben. Wie wirkt solch ein Spruch aber, wenn auf der gegenüberliegenden Seite ein Bericht über den Hunger und die Verelendung in einem Entwicklungsland berichtet wird?

Social Advertising

Umweltschutz ist ein Geschäft. Tierschutz ist ein Geschäft. Ebenso wie die meisten Bereiche sozialen Engagements im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung.

Rußpartikelfilter müssen produziert werden. Gerettete Fischarten erfreuen die Tauchindustrie. Das Engagement einer Verkaufskampagne mit einem beiläufigen, sozialen Zweck, kann in doppelter Hinsicht hilfreich sein. Die fleißigsten Trinker einer bestimmten Biermarke retten zur WM-Zeit die meisten Quadratmeter Regenwald.

„Echte“ Nutzenkampagne

Gute Werbung sollte auf das Bedürfnis des Kunden abgestimmt sein, einen „echten“ Nutzen vorgestellt zu bekommen.

Als fair wird eine Werbung dann empfunden, wenn der tatsächliche Nutzen eines Angebotes eindeutig klar wird. Manche gehen einen Schritt weiter und machen sogar eine Kampagne selber zum kostenlosen Nutzbringer. Beispielsweise bietet diese Webseite einen kostenlosen Videoblog zum Thema Fotografie und bietet im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern eine Reihe konkreter Preisangebote.